Porsche 917 to drive

Da die anderen 917er alle nicht zum fahren sind (Sammlermodelle), brauche ich natürlich auch welche zum fahren. Und um vergleichen zu können brauche ich natürlich auch einen von BRM und einen von Carrera. Links der Carrera und rechts der BRM. Schon auf den ersten Blick erkennt man erhebliche Unterschiede zwischen den Modellen der beiden Hersteller. Der Carrera ist etwas zu lang und etwas zu schmal. Der BRM wirkt etwas gedrungen, passt aber eigentlich ganz gut nur hinten müßte er mehr Schwung an der Hüfte haben.

Die mehr oder weniger großen Diverenzen in der Optik und Maßstäblichkeit haben aber wenig Einfluß auf die Fahrbarkeit. Eher schon die Technik. Besonders bei den Carrera Modellen ist einiges an Nacharbeit gefragt um die gut fahrbar zu bekommen.

Das Übliche um die Autos ohne Magnet fahren zu können ist der Tausch der Achshalter vorne und hinten, einher gehend mit dem Tausch der Achsen, Lager, Felgen und Reifen. Dazu gibt es von Frankenslot alle Bauteile oder auch ein kpl. Umrüstsett. Eine weitere Steigerung ist der Umbau des Schwingarmes und des Leitkiels. Dazu wird das Gesammtgewicht reduziert durch den Ausbau der Digitalplatine und der Magnete.

Das bringt schon eine erhebliche Verbesserung der Performance. Wenn man jetzt keine weiteren Veränderungen am Fahrzeug vor nehmen will die unumkehrbar sind ist jetzt schluß. Wenn man aber bereit ist den Minnischleifer anzusetzen gibt es noch eine ganz interessante performante Möglichkeit den Carrera Renner zu verbessern. Das Erstaunlichste daran ist, es kostet fast nix. Die benötigten Schrauben mit einem Hals ohne Gewinde bekommt man z.Bsp. bei Frankenslot. Der Rest ist etwas Mut Hand anzulegen. Wir verpassen dem Auto einen Wackel. Das bedeutet, wir sorgen dafür das sich die Karosserie auf dem Fahrwerk nach allen Richtungen ein wenig bewegen kann. Dadurch verbessert sich das Fahrverhalten erheblich und die Rundenzeiten sinken erheblich. Die Entkoppelung der Karosserie verbessert die Stabilität der Fuhre in den Kurven. Damit die Schrauben, die im 10er Pack ca. 5 € kosten auch Ihre Aufgabe erfüllen können muß das Fahrwerk rundum nachbearbeitet werden damit es nicht an die Karosserie stößt. Auf den nächsten beiden Bilder kann man das gut erkennen.

Um die PU Reifen besser zum arbeiten zu bringen habe ich noch ein Messinggewicht am Heck unter gebracht.

Auf dem folgenden Bild sieht man den kleineren Schraubenkopf und den Abstand der Fahrwerksgrundplatte zur Karosse. So kann die sich wunderbar bewegen. Es reichen übrigens vier Stück Schrauben an den Ecken. Die beiden Mittleren sind nicht nötig. Könnten nur unnötig den Wackel behindern. Da man die Schrauben nicht fest anziehen kann, dient das Klebeband der Schraubensicherung um deren Verlust zu verhindern.

So umgebaut wiegt der Wagen noch 189 Gramm. Gewicht des Serienautos 203 Gramm. Diese 14 Gramm tragen auch zu einem erheblich besseren Bremsverhalten und natürlich einer besseren Beschleunigung bei.

Jetzt kommen wir zum BRM Porsche 917. Der hat den Wackel über die Schrauben bereits serienmäßig. Auch hier ist das Fahrwerk aus Kunststoff. Durch den serienmäßigen Wackel und das deutlich niedrigere Gewicht des Autos gegenüber dem Carrera 917 ist er schon so sehr performant.

Auf dem nächsten Bild kann man sehr gut die Gewichte sehen, die ich in den Ausbuchtungen auf der Fahrwerksgrundplatte angebracht habe (doppelseitiges Klebeband). Damit wird das Auto etwas ruhiger und läßt sich schneller durch Kurven bewegen. So bringt der In Verbindung mit den Moosgummireifen gerade mal 150,5 Gramm auf die Waage. Abgesehen von den Reifen und den zusätzlichen Gewichten ist das Auto kpl. original. Lediglich alles gut eingestellt kommt der BRM Porsche 917 auf unserer Klubbahn in Gießen auf eine Rundenzeit von 7,2 Sekunden. Das liegt nur minnimal über den Scaleauto Porsche RSR.

An dem Reifenabrieb kann man sehen das der ordentlich bewegt wird. Der fährt tatsächlich in keiner Serie. Den fahre ich nur zum Spaß.